Montag, 10. November 2014

Schule, Freizeit und Alltag


Zwei auf einen Schlag lautet heute meine Devise. Ich habe heute frei. Also habe ich genug Zeit um ausgiebig zu berichten.
Ich habe bereits ein bisschen was über die Schulen, in denen wir unterrichten geschrieben.

Meine Woche sieht folgendermaßen aus:

Montag und Mittwoch:
  • 9.00: Taxi zur Arbeit
  • 9.25 – 11.00: Sportunterricht in 3 Klassen an der GBPS Govermentschool Bali Town auf dem Sportsfeld draußen
  • Danach einkaufen auf dem Markt und entweder essen gehen oder kochen
  • Waschen/Spülen/Putzen/sonstige Hausarbeit, die ansteht
  • Ausruhen/Ma Conffort (unsere Nachbarin) besuchen
  • Abends: Einen Film/Gossip Girl/The OC gucken oder ein Bier an der Junction (der Marktplatz in Njenka) trinken
  • Dann geht’s auch schon ins Bett, ich bin hier immer tierisch müde

Dienstag:
  • 9.00: Taxi zur Arbeit
  • 9.25-11.00: Musikunterricht in 3 Klassen an der GBPS Governmentschool Bali Town
  • Danach einkaufen und essen gehen oder kochen
  • 15.00-17.00: Time2be in der Alpha School, unser Nachmittagsprogramm. Wir nehmen immer einen Fußball, einen Handball, Blätter und Stifte und ganz viele Spiele mit. Das heißt wir spielen mit den Kindern und malen.
  • Danach bin ich meistens relativ müde, an den Freizeitaktivitäten ändert sich ansonsten nichts.

Donnerstag:
  • 7.45: Taxi zur Arbeit
  • 8.05-10.05: Musikunterricht in 3 Klassen an der GBPS
  • Danach einkaufen, essen gehen oder kochen
  • 15.00-17.00: Time2be in der GBPS Bali Town

Freitag:
  • 8.45: Taxi zur Arbeit
  • 9.00 -11.00: Musik- und Sportunterricht in 2 Klassen
  • 11.00 – meistens 14.00: Mit Uncle Peter (Headmaster der Alpha School) Ndu-Fufu trinken. Auch White Stuff genannt, das ist Palmwhine. Es hat nicht viel mit dem Wein, den wir kennen zu tun, ist aber morgens recht lecker. Er gärt ziemlich schnell, abends hat er so viel Alkohol, dass man ihn nicht trinken kann (zumindest ich nicht), aber morgens ist er sehr süß und noch frisch.
  • Danach wieder die ganz normalen Sachen

Ich habe auch letzte Woche angefangen zu joggen, obwohl ich joggen wirklich hasse, aber irgendetwas sollte man tun und Sportclubs sind in Bali relativ rar und in Fußball bin ich noch schlechter als im Joggen.

Das ist also meine Woche, des Öfteren gibt es mal Abweichungen davon. Letztens hatten wir ein Seminar. Das Thema war Pädagogik und neue Unterrichtsmethoden. Es gab auch eins über moderne Unterrichtsmethoden, mit PowerPoint- und Exeleinführung.

Diese Woche ist ziemlich wichtig für Bali und vor allem für die GBPS Bali Town. Der Minister of Basic Education kommt nämlich am Freitag um die Schule zu besuchen. Deshalb wird diese Woche nur aufgeräumt und der Schulhof schön gemacht und und und...die Kinder sind also voll beschäftigt und es geht erst nächste Woche mit dem Unterricht weiter. Ich bin schon ganz gespannt auf Freitag, ich habe schon ein paar Aufführungen gesehen. Sowohl Lehrer als auch Schüler haben sich ganz tolle Enterntaining-Punkte ausgedacht.

Nun ja, ansonsten sehen unsere Wochenenden ziemlich interessant aus. Letze Woche war ich erst in Bamenda um Julia abzuholen und wir waren essen und sind dann zu einer „Traditional Marriage“ eingeladen. Es war sehr schön. Hat super viel Spaß gemacht. Ich füge euch ein paar Bilder ein.

Am Freitag vor einer Woche ging es für uns los nach Bafoussam. Theresa und Robert feierten dort ihren Geburtstag. Sie sind auch Freiwillige von IB. Vor ein paar Wochen waren wir in Dschang bei Matthis, Björn, Kathrina und Lisa. Diese Woche hatte ich dann Geburtstag, aber wir feiern erst im Januar groß, weil es ziemlich schwierig ist alle Menschen bei uns zu hosten. Wir waren am Freitag gemütlich ein Bier in einer Bar trinken und sind dann früh ins Bett um auf ein Festival in Foumban zu gehen. Das Festival war super riesig und total toll, mehr dazu und Fotots im nächsten Bericht. Jetzt bin ich einfach nur totmüde, weil wir heute 6 Stunden gereist und ich sozusagen 5 mal umgestiegen bin um wieder in Bali zu landen.


Nunja, an diesem Punkt möchte ich nochmal an meinen Förderkreis erinnern, wer gerne noch etwas spenden möchte, kann dies gerne tun. Ich freue mich sehr über jede Unterstützung. Falls Ihr Interesse an einem Souvenir aus Kamerun hat, da lässt sich bestimmt was einrichten. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch etwas Geld zusammen kommt und ich das Geld in anderes investieren kann. Zum Beispiel in eine Brieffreundschaft von Kamerun nach Deutschland und vice versa.

Außerdem meine Adresse, falls mir jemand etwas schicken will. Würde mich sehr freuen, noch mehr falls Gummibärchen, Mambo oder ähnliches drinnen wären. Das klingt verrückt, aber leider gibt es hier sowas wirklich nicht und meine Freude an Weihnachten oder einfach so wäre sehr groß :D
Auch über einen Brief würde ich mich sehr freuen und dann kann ich ja mal eine schöne Postkarte aus Kamerun zurückschicken.

Die Adresse ist:
PO Box 166
Bali
North-West-Region
Cameroon

Der Ausblick und ein paar Klassenräume in der Catholic Church, die einfach einen wunderschönem Ausblick und eine tolle Athmossphäre hat.

Das hier war das Seminar in der Catholic Church, der Mann im schwarzen Anzug ist der Inspector of Primary Education in Bali Subdivision und sehr nettt. Er ist unser Chef, der Chef von allen Lehrern. Bei dem Seminar wurde gerade eine praktische Aufgabe gegeben und die Lehrer haben sie bearbeitet und später präsentiert.


Ein paar Bilder von Time2be. Memory spielen die Kinder sehr gerne und auf dem unteren rechten Bild sieht man, dass sie sich auch gerne weiße Kreide ins Gesicht schmieren. Das Mädchen mit der Memory Card Box ist als einzige Kind, dass nicht in meiner Klasse ist (Sie ist Class 4).

Kinder mit Grashüpfern. Das ist hier, in der Trockenzeit eine Spezialität. Ich habe es noch nie gegessen, soll aber sehr lecker schmecken. Auf den anderen Bilder zeigen Inspector und noch ein Lehrer wie die Kinder besser tanzen und singen sollen. Sie proben für den Besuch von der Ministerin für Grundschule. Die Kinder haben ganz tolle Sachen aufgeführt und ich fand es schön ihnen beim Proben zuzusehen.


Das hier sind Bilder von der Traditional Mariage. An einer solchen Hochzeit werden Familie der Braut und des Bräutigams zusammengeführt. Auf dem ersten Bild die Braut, Pascaline. Sie ist eine Lehrerin auf der Catholic School und hat uns auf dem Seminar dort eingeladen. Auf dem zweiten Bild sieht man das große Buffet und die Getränke für alle. Die zwei unteren Bilder zeigen wahrscheinlich symolisch eine Firekitchen um das neue Haus einzuweihen. Alle Gäste sind nach der Zeremonie zu dem neuen Haus des Brautpaars gefahren. Es ist noch nicht fertig, aber sie haben an diesem Tag das erste Mal in ihrem zukünftigem Haus geschlafen. Auf dem zweiten Bild sieht man dann das tatsächliche Feuer.

Oben das Brautpaar in lila, auf der linken Seite ein Bekannter von uns, ein Pastor, den wir beim essen gehen kennengelernt haben und rechts Julia, ich, Pascaline und mein Mitbewohner Max.


Einige meiner Kinder beim Staffellauf, die Kinder haben immer super viel Spaß daran. Heute habe ich erst herausgefunden, dass sie Hochsprung richtig richtig gerne haben. Das letzte Bild zeigt die Kinder, wie sie Max in der Pause beim Gitarre spielen zuhören.

Oben seht ihr Gabi, Theresa, mich und Hans. Sie kommen aus Bafoussam. Theresa ist auch eine Freiwillige von dem IB. Wir waren in Dschang auf der Geburtstagsfeier von Mathis und Katrina. Unten bin ich mit meiner neuen Frisur. Ich habe 9 ½ gesessen und zwei Frauen haben sich die Mühe gemacht mir sehr sehr lange und sehr sehr aufwendig die Haare zu flechten.





Bis bald,
Louisa 

P.S. Falls ihr Fragen oder Kommentare habt, schreibt doch mal was unter meinen Blog oder schreibt mir eine E-mail.
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